Literarische Grenzgänge: Transkulturelle Verflechtungen zwischen der deutschen, ungarischen und rumänischen Literatur
Rezumat
Im Spannungsfeld von Sprache, Literatur und kultureller Identität vollziehen sich fortlaufend Austausch- und Wandlungsprozesse, deren literarische Abbildung einen zentralen Gegenstand sowohl der interdisziplinären Forschung als auch der transkulturellen Literaturwissenschaft bildet. Vor diesem Hintergrund widmet sich der vorliegende Band der komplexen Verflechtung der deutschen, ungarischen und rumänischen Literatur unter besonderer Berücksichtigung ihrer wechselseitigen literarischen Bezüge und kulturellen Überlagerungen. Dabei stehen nicht nur intertextuelle Verweise im Fokus, sondern auch tiefgreifende ästhetische, philosophische und psychologische Resonanzen, die sich in literarischen Motiven, Figurenkonzeptionen und Raumsemantiken niederschlagen. Durch die Verbindung transkultureller Perspektiven mit literaturtheoretischen und kulturwissenschaftlichen Ansätzen wird Literatur als ein dynamischer Ort kultureller Aushandlungsprozesse sichtbar, an dem sich historische Erfahrung, kollektives Gedächtnis und ästhetische Selbstverortung vielschichtig überschneiden.